Stephan Schmidheiny

 

Philosophie

Stephan Schmidheiny hat in den 1980er-Jahren mit seinen Stiftungen Fundes und Avina den Grundstein gelegt für die unternehmerisch geprägte Philanthropie. Dieses Konzept gründet auf der Überzeugung, dass die grossen Herausforderungen der Menschheit nicht mit Geldspenden allein, sondern nur mit unternehmerischen Lösungen überwunden werden können.

Die philanthropischen Aktivitäten von Stephan Schmidheiny orientieren sich an seiner unternehmerischen Grundhaltung und an einem dreifachen Resultat („triple bottom line“): Soziale, ökologische und wirtschaftliche Kriterien werden definiert, erfasst und ausgewiesen. In allen drei Dimensionen sollen seine Stiftungen zu den Besten zählen.

Die Stiftungen von Stephan Schmidheiny gehen unternehmerische Risiken ein. Sie leisten oft und ganz gezielt Anschubfinanzierung, damit sich dann in einer zweiten Phase, wenn sich die unterstützten Projekte bestätigt haben, weitere Investoren ebenfalls an den Projekten beteiligen.

Mit der Errichtung des Viva Trust im Jahr 2003 betrat Stephan Schmidheiny abermals philanthropisches Neuland: Er errichtete einen unwiderruflichen Trust nach englischem Recht und schenkte diesem seine Unternehmen in Lateinamerika. Seither investiert der Viva Trust einen beträchtlichen Teil des Gewinnes in die Fundación Avina.

 
 

Fundes

Zusammen mit dem Erzbischof von Panama, Marcos McGrath, startete Stephan Schmidheiny 1984 die Initiative Fundes, eine Stiftung zur nachhaltigen Entwicklung des lateinamerikanischen Privatsektors. Ziel von Fundes ist es, die unternehmerischen Kapazitäten von Klein- und Mittelunternehmen in Lateinamerika zu stärken, damit den sozialen und ökonomischen Fortschritt zu unterstützen und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in dieser Region zu leisten. Die Stiftung vergab als eine der ersten in der Region auch Mikrokredite. Heute ist sie in 10 Ländern Lateinamerikas aktiv.

www.fundes.org

 
 

Avina

Bereits 1994 errichtete Stephan Schmidheiny in der Schweiz mit der Avina Stiftung eine gemeinnützige Institution, die sich für die damals noch unbekannte soziale und ökologische Nachhaltigkeit engagiert. Sie will für möglichst viele Menschen Chancen schaffen, ihre Lebensbedingungen durch eigene Anstrengungen zu verbessern. Im Jahr 2001 erreichte das Avina-Netzwerk in Lateinamerika eine kritische Grösse, weshalb Stephan Schmidheiny die Fundación Avina gründete. Die Fundación Avina ist heute über ein Netzwerk von physischen und virtuellen Geschäftsstellen in 15 Ländern Lateinamerikas präsent. Die Avina Stiftung wiederum konzentriert sich vornehmlich auf Projekte in der Schweiz. Die beiden Organisationen sind heute finanziell und organisatorisch voneinander unabhängig. Sie arbeiten jedoch zusammen, um den Austausch zwischen Europa und Lateinamerika zu fördern.

www.avinastiftung.ch
www.avina.net

 
 

Viva Trust

Stephan Schmidheiny vermachte im Jahr 2003 seine lateinamerikanische Industriegruppe GrupoNueva im Wert von rund 1 Mrd. USD unwiderruflich dem von ihm errichteten Viva Trust. GrupoNueva bestand aus Unternehmen der Forstwirtschaft und Unternehmen der Baumaterialwirtschaft, die ebenfalls nach finanziellen, sozialen und ökologischen Kriterien geführt werden. Der Viva Trust soll langfristig zur Entwicklung in Lateinamerika beitragen. Einen beträchtlichen Teil des Gewinnes aus den industriellen Aktivitäten wird entsprechend in die Fundación Avina und in andere philanthropische Aktivitäten investiert.

www.viva-trust.com