Philosophie
Stephan Schmidheiny hat in den 1980er-Jahren mit seinen Stiftungen Fundes und Avina den Grundstein gelegt für die unternehmerisch geprägte Philanthropie. Dieses Konzept gründet auf der Überzeugung, dass die grossen Herausforderungen der Menschheit nicht mit Geldspenden allein, sondern nur mit unternehmerischen Lösungen überwunden werden können.
Die philanthropischen Aktivitäten von Stephan Schmidheiny orientieren sich an seiner unternehmerischen Grundhaltung und an einem dreifachen Resultat („triple bottom line“): Soziale, ökologische und wirtschaftliche Kriterien werden definiert, erfasst und ausgewiesen. In allen drei Dimensionen sollen seine Stiftungen zu den Besten zählen.
Die Stiftungen von Stephan Schmidheiny gehen unternehmerische Risiken ein. Sie leisten oft und ganz gezielt Anschubfinanzierung, damit sich dann in einer zweiten Phase, wenn sich die unterstützten Projekte bestätigt haben, weitere Investoren ebenfalls an den Projekten beteiligen.
Mit der Errichtung des Viva Trust im Jahr 2003 betrat Stephan Schmidheiny abermals philanthropisches Neuland: Er errichtete einen unwiderruflichen Trust nach englischem Recht und schenkte diesem seine Unternehmen in Lateinamerika. Seither investiert der Viva Trust einen beträchtlichen Teil des Gewinnes in die Fundación Avina.