Philanthropie - Stephan Schmidheiny

Philanthropie

Der Philanthrop

Schon in jungen Jahren begann sich Stephan Schmidheiny mit der Philanthropie zu beschäftigen. In der Schweiz schuf Stephan Schmidheiny die Avina Stiftung und die Alexander Schmidheiny Stiftung. In Lateinamerika sind seine Stiftungen Fundes, die Fundación Avina und MarViva aktiv. Gespiesen werden die lateinamerikanischen Stiftungen vom gemeinnützigen Viva Trust, dem Stephan Schmidheiny 2003 seine industriellen Beteiligungen in der Region vermacht hat.

Die philanthropischen Aktivitäten von Stephan Schmidheiny orientieren sich an seiner unternehmerischen Grundhaltung und an einem dreifachen Resultat – einer «triple bottom line». Seine Stiftungen beziehen soziale, ökologische und wirtschaftliche Kriterien in ihr Wirken ein.

Die Stiftungen von Stephan Schmidheiny haben bisher mehr als 500 Mio. Franken in gemeinnützige Projekte investiert.

Persönliche Initiativen

Stephan Schmidheiny glaubt an das Potential der Menschen und an die Dynamik der Entwicklung. Entsprechend hat er persönlich zahlreiche innovative Persönlichkeiten dabei unterstützt, ihre Visionen zu verwirklichen.

Tate Modern – Kunst in der Industriebrache

An einem trüben Novembertag Anfang der 1990er-Jahre zeigte Lord Dennis Stevenson Stephan Schmidheiny ein zerfallendes Elektrizitätswerk an der Londoner Bankside. Lord Dennis Stevenson skizzierte ihm die Vision, die er als Präsident der britischen Tate Gallery zusammen mit deren Direktor Sir Nicholas Serota entwickelt hatte. Dieser heruntergekommene Ort sollte zur Heimat für ein einzigartiges Museum für moderne Kunst werden. Stephan Schmidheiny liess sich von der Begeisterung anstecken und unterstützte das Projekt als einer der ersten Donatoren substantiell. Damit war der Grundstein gelegt für eines der wichtigsten Kulturgebäude Grossbritanniens - die Tate Modern. Die im Jahr 2000 eröffnete Tate Modern ist heute mit 5 Millionen Besuchern jährlich das meistbesuchte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst weltweit. Im Juni 2016 wurde mit dem Switch House ein Erweiterungsbau eröffnet, der die Ausstellungsfläche praktisch verdoppelt. Stephan Schmidheiny hat auch diesen Erweiterungsbau massgeblich unterstützt.

Bewaffnete Konflikte beenden

Während des Aufbaus seiner lateinamerikanischen Industriegruppe erfuhr Stephan Schmidheiny hautnah, wie sehr der Kontinent trotz seiner immensen Ressourcen politisch und ökonomisch unterentwickelt war. Zusammen mit seinem Freund, dem peruanischen Ökonomen Hernando de Soto, begann er, sich systematisch mit Lösungsansätzen für eine nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung auseinanderzusetzen. Ein besonderes Schwergewicht legten sie auf die Beendigung von bewaffneten Konflikten. Mit der Unterstützung von Stephan Schmidheiny vermittelte Hernando de Soto in den 1990er-Jahren erfolgreich ein Friedensabkommen zwischen der peruanischen Regierung und der Rebellenorganisation Sendero Luminoso. Seither hat Stephan Schmidheiny verschiedene Initiativen zur Lösung von bewaffneten Konflikten massgeblich unterstützt. Anfang des neuen Jahrtausends wirkte er beim Aufbau der Organisation The International Council on Security and Development mit. Deren Gründerin Norine MacDonald QC engagiert sich namentlich in Afghanistan für eine nachhaltige Konfliktlösung, die insbesondere die Interessen der Kleinbauern miteinbezieht. 2010 gehörte er zu den Initiatoren der auf Konflikt-Mediation spezialisierten englischen Stiftung Inter Mediate, die sich heute erfolgreich unter anderem in Kolumbien, der Türkei, Libyen und Afghanistan einsetzt.