Biografie

Stephan Schmidheiny und seine Ehefrau Viktoria Schmidheiny

Stephan und Viktoria Schmidheiny

Stephan Schmidheiny wurde 1947 als zweiter Sohn von Max Schmidheiny (1908–1991) und Adda Schmidheiny-Scherrer (1915–1997) geboren. Er wuchs in Balgach im Rheintal zusammen mit den Geschwistern Marietta, Thomas und Alexander auf.

Stephan Schmidheiny studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich und promovierte 1972 mit der Dissertation «Die Investitionsrisikogarantie» (Juris Verlag, Zürich). Sein Studium fiel in die Zeit der 68er-Bewegung. Als gewähltes Mitglied des Grossen Studentenrats und Mitgründer des Studenten-Rings setzte er sich für eine sachliche, nicht ideologisch geprägte Studentenpolitik ein. Die 1970 formell gegründete Vereinigung trat für Meinungspluralismus und demokratische Rechtsstaatlichkeit ein.

Nach der Promotion übernahm Stephan Schmidheiny früh unternehmerische Verantwortung in der Familiengruppe und baute in den folgenden Jahrzehnten ein eigenes Engagement als Unternehmer, Wegbereiter einer nachhaltigen Wirtschaft und Philanthrop auf.

Durch seine unternehmerischen Erfolge und seinen Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung stand Stephan Schmidheiny über viele Jahre im internationalen Rampenlicht. Dem Beispiel seines Vaters folgend, sorgte er frühzeitig dafür, Verantwortung für seine Unternehmen und Initiativen an die nächste Generation übergeben zu können. 2003 zog er sich vollständig aus allen exekutiven Funktionen zurück. Danach rückten seine persönlichen Interessen und eine andere Form von Lebensqualität in den Mittelpunkt.

Im Oktober 2007, kurz vor seinem 60. Geburtstag, erlitt Stephan Schmidheiny einen Aortenriss. Er schwebte in akuter Lebensgefahr und überlebte nur knapp. Er empfand es als geschenktes Leben – und als Bestätigung seines vier Jahre zuvor freiwillig vollzogenen Rückzugs.

Ende 2017, kurz nach seinem 70. Geburtstag, legte er mit dem Präsidium der gemeinnützigen Avina Stiftung sein letztes Mandat nieder.

Aus seiner ersten Ehe mit Ruth Schmidheiny (1949–2019) hat Stephan Schmidheiny zwei Kinder, die nicht in der Öffentlichkeit stehen. Heute lebt er mit seiner Frau Viktoria Schmidheiny. Die gebürtige Wienerin und Ärztin teilt seine Leidenschaft für Musik, Kunst und Kultur.

1972 — Promotion an der Universität Zürich

Unternehmer
Pionier
Philanthrop
1970er Übernehmen
Unternehmer1974 Eintritt in die Eternit AG; 1976 Gesamtleitung der Schweizerischen Eternit-Gruppe und Lancierung des Innovationsprogramms für asbestfreie Produkte
1980er Umbauen
Unternehmer1981 Ankündigung des Asbestausstiegs; 1982 Einstieg in die chilenische Forstwirtschaft; 1985 Beteiligung an der SMH (heutige Swatch Group); ab 1989 Verkauf der Eternit-Beteiligungen
Pionier1986 Präsident des IMI Genf; 1989 Fusion mit IMEDE zum International Institute for Management Development IMD
Philanthrop1984 Gründung von Fundes
1990er Gestalten
UnternehmerBeteiligungen und Verwaltungsratsmandate bei Unternehmen wie ABB, Leica, SMH (heute Swatch Group), Landis & Gyr, Nestlé und der Schweizerischen Bankgesellschaft; schrittweiser Aufbau einer neuen Industriegruppe in Lateinamerika, die 1998 unter dem Namen GrupoNueva zusammengeführt wurde
Pionier1991 Gründung des BCSD; Chefberater für Wirtschaft und Industrie am UN-Erdgipfel Rio 1992 und Publikation von «Changing Course»; 1995 WBCSD; 1996 Alliance for Global Sustainability und LACCSD; 1997 Co-Vorsitz der OECD High Level Advisory Group on the Environment
Philanthrop1993 Alexander Schmidheiny Stiftung; 1994 Avina Stiftung, ab 1995 Daros Collection; Engagement für die Tate Modern
2000er Übergeben
Unternehmer2003 Rückzug aus allen exekutiven Funktionen; Schenkung von GrupoNueva an den Viva Trust
Pionier2000 Ehrenpräsident des WBCSD; 2002 «Walking the Talk»
Philanthrop2001 Fundación Avina; 2002 MarViva; 2003 Viva Trust; Ausstellungen der Daros Collection

Oktober 2007 — Aortenriss

2010er Loslassen
Philanthrop2010 Mitinitiant von Inter Mediate; Zusammenarbeit Daros – Fondation Beyeler; 2016 Switch House der Tate Modern; 2017 Niederlegung des letzten Mandats (Präsidium Avina Stiftung)
ab 2020 Heute

Musik, Kunst und Kultur, gemeinsam mit seiner Frau Viktoria Schmidheiny